
Bildarchiv · Wien · seit 1961
Silbersalz
Zweihunderttausend Blatt liegen im Dunkeln und warten darauf, dass jemand sie ansieht. Solange niemand hinsieht, ist ein Archiv nur ein Regal.
Die Fläche
Kein Suchfeld, kein Filter, keine Sortierung nach Thema. Nur der Bestand, wie er im Magazin nebeneinander liegt. Ziehen Sie ihn in jede Richtung, er hört nicht auf.
























Serien
Siebenunddreißig Bestände führt das Haus als geschlossene Serie. Fünf davon sind vollständig erschlossen.
- Gesichter der StadtHedwig Marschall1968 – 19794 200 Aufnahmen
- Morgen, OttakringAnton Ferbas1981 – 19881 860 Aufnahmen
- Licht im ZimmerMarta Cziczek1994 – 2001940 Aufnahmen
- Beton und HimmelRudolf Steinlein1972 – 19772 310 Aufnahmen
- Die Hand am WerkInes Rohrbacher2003 – 20111 480 Aufnahmen

Gesichter der Stadt
Elf Jahre lang jeden Donnerstag dieselbe Ecke am Naschmarkt, immer bei offenem Blendenring.
Hedwig Marschall · 1968 – 1979 · 4 200 Aufnahmen

Morgen, Ottakring
Aufgenommen zwischen halb sechs und sieben, bevor die Straße jemandem gehört.
Anton Ferbas · 1981 – 1988 · 1 860 Aufnahmen

Licht im Zimmer
Eine einzige Wohnung, sieben Jahre, und nichts darin außer dem, was die Sonne gerade tat.
Marta Cziczek · 1994 – 2001 · 940 Aufnahmen

Beton und Himmel
Die Aufstockung der Stadt nach oben, dokumentiert von jemandem, der sie mitgebaut hat.
Rudolf Steinlein · 1972 – 1977 · 2 310 Aufnahmen

Die Hand am Werk
Vierzig Werkstätten in Wien und Umgebung, aufgenommen ausschließlich auf Schwarzweißfilm.
Ines Rohrbacher · 2003 – 2011 · 1 480 Aufnahmen
Woher der Name kommt
Ein Film sieht nichts. Auf ihm liegen Kristalle aus Silberhalogenid, und wo Licht sie trifft, verändern sie sich. Alles Weitere ist Chemie und Geduld.
Das Haus wurde 1961 als Werkarchiv einer Wiener Bildagentur gegründet und 1994 in eine Stiftung überführt. Es sammelt keine Meisterwerke, sondern Bestände: was eine Fotografin über Jahrzehnte tatsächlich aufgenommen hat, samt der Blätter, die nichts geworden sind.
Erschlossen wird von Hand. Jedes Blatt bekommt eine Signatur, eine Datierung und, wo es sich belegen lässt, einen Ort. Wo es sich nicht belegen lässt, steht nichts. Ein leeres Feld ist ehrlicher als eine gute Vermutung.
- Gegründet
- 1961, als Werkarchiv
- Stiftung seit
- 1994
- Magazin
- 18 Grad, 38 Prozent Feuchte
- Im Haus
- Neun Personen, davon vier in der Erschließung














Zugang
Der Lesesaal ist Dienstag und Donnerstag von 10 bis 16 Uhr offen, nach Voranmeldung. Für Reproduktionen und Nutzungsrechte schreiben Sie uns, welche Signatur Sie brauchen und wofür.
- Lesesaal
- Musterweg 00, 1050 Wien
- Anmeldung
- lesesaal@silbersalz.example
- Reproduktion
- repro@silbersalz.example
- Telefon
- +43 1 000 00 00