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SéraphAnvers
Ein Schnittteil, das sich beim Scrollen selbst zeichnet, und die Signatur des HausesBeim Scrollen wird ein Corsage-Vorderteil übertragen: die Schnittkante, die Abnäher, der Fadenlauf und die Passzeichen. Zum Schluss tritt der Bogen zurück und Séraph signiert ihn.
Corsage · Devant
Taille 38 · Toile
Atelier Anvers

Anvers · Haute couture · depuis 2019

Der Schnitt kommt vor dem Stoff.

Séraph ist ein Atelier in Antwerpen. Jedes Stück beginnt als Zeichnung, wird an der Büste gefunden und von sechs Händen zu Ende geführt. Keine Serie, keine Eile.

Séraph
Maison de couture, Anvers
Depuis 2019Sur mesureDeux lignes / an

Zeichnet jeden Schnitt selbst, bevor die Schere den Stoff berührt. Kein Kleid ohne den eigenen Namen im Futter.

Ein Kleid ist kein Stoff, der um einen Körper gelegt wird. Es ist eine Architektur, die den Körper erst behauptet.

Séraph arbeitet, wie ein Atelier vor der Konfektion gearbeitet hat: an einem Tisch, mit der Hand, in der Reihenfolge der alten Métiers. Coupe, moulage, broderie, finition. Nichts wird ausgelagert, was den Namen des Hauses trägt.

Der Sitz in Antwerpen ist Absicht. Eine Stadt, die das Unbequeme in der Mode nie gescheut hat, und ein Atelier im Sint-Andries-Viertel, in dem zwei Linien im Jahr entstehen, mehr nicht. Streng im besten Sinn, und genau das ist der Punkt.

Gegründet
2019, Antwerpen
Atelier
Anvers, Sint-Andries
Petites mains
Sechs Hände, ein Tisch
Rhythmus
Zwei Linien im Jahr

Der Körper wird nicht bekleidet, er wird enthüllt, das Gewand ist nur eine zweite Haut, geschnitten aus dem Schatten.

Vier Linien, ein Tisch.

Jede Linie beginnt als Schnitt und endet von Hand. Was sich ändert, ist der Stoff und was er dem Körper zumutet.

Automne-Hiver 202618 pièces

Séraphita

Die Erstlinie. Androgyne Schnitte in Wolle und Roßhaar, jede Naht von Hand verstürzt, kein Reißverschluss, nur Häkchen und Öse.

Printemps-Été 202622 pièces

Apostasie

Ein Bruch mit der eigenen Linie. Entfärbte Seide, Kanten offen gelassen, das Futter nach außen gekehrt und trotzdem streng.

Automne-Hiver 202516 pièces

Le Suaire

Das Tuch als Grundform. Gips-getauchte Baumwolle, im Moulage direkt an der Büste modelliert und erst danach aufgeschnitten.

Printemps-Été 202514 pièces

Cendre

Asche und Knochen. Ungefärbtes Leinen, mit Eisenoxid grau gebeizt, die Abnäher außen sitzend wie Narben über der Taille.

Vier Métiers, eine Ordnung.

Die Reihenfolge steht seit hundert Jahren fest. Verschoben wird nur, wie lange jeder Schritt dauern darf.

  1. 01La coupe
    Schnitt

    Jedes Teil beginnt als Zeichnung auf Seidenpapier. Der Fadenlauf wird gelegt, bevor die Schere den Stoff berührt.

    40 Std.
  2. 02Le moulage
    Drapieren

    Der Stoff wird direkt an der Büste modelliert, mit Nadeln gehalten, gesehen, wieder aufgelöst. Das Volumen entsteht in der Luft.

    60 Std.
  3. 03La broderie
    Stickerei

    Am Rahmen, mit der Häkelnadel von unten geführt. Perle für Perle, in der Reihenfolge, in der das Licht sie später trifft.

    120 Std.
  4. 04La finition
    Finish

    Der letzte Tag gehört dem, was niemand sieht: der versäuberten Naht innen, dem Saum von Hand, dem Namen ins Futter.

    24 Std.

Das Atelier empfängt.

Nur nach Vereinbarung, im Sint-Andries-Viertel. Wer ein Stück in Auftrag gibt, kommt zur ersten Anprobe in die Toile, ungefärbt, roh, ehrlich. Der Rest ist Zeit und Hand.

Rendez-vous
Nur nach Vereinbarung
Sur mesure
Ab drei Anproben
Erstprobe
In der Toile, ungefärbt
Lieferzeit
Zehn bis vierzehn Wochen