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HaldenSchwarzenberg · seit 2009
Werkzeichnung des Kalibers H.4Eine technische Zeichnung des Handaufzugswerks Kal. H.4 setzt sich beim Scrollen selbst zusammen: Hauptplatine, Räderwerk vom Federhaus bis zum Ankerrad, Anker und Unruh. Anschliessend tritt die Zeichnung zurück und das Zifferblatt erscheint.
Werkzeichnung
Kal. H.4
Blatt 1 von 9

47°24′N · 9°52′O · Bregenzerwald

Achtzig Uhren. Ein Jahr.

Halden baut Handaufzugswerke in Schwarzenberg. Jede Platine wird bei uns gefräst, jedes Rad bei uns geschnitten, jede Kante von Hand angliert. Es geht nicht schneller.

Halden Vier
Kal. H.4 · Handaufzug
37,2 MM PLATIN27 RUBINE3 HZ72 H

Zwölf Stück im Jahr. Die kleine Sekunde sitzt dort, wo das Sekundenrad ohnehin steht: bei sechs.

Ein Werk hat 214 Teile. Wir kaufen keines davon zu.

Neun Leute, eine Werkstatt über der Bregenzerach, seit 2009. Wir kamen aus dem Werkzeugbau, nicht aus der Uhrenbranche, und haben das erste Kaliber gebaut, weil uns niemand eines verkaufen wollte, das unseren Toleranzen genügte.

Seither hat sich wenig geändert. Wir haben keine Boutique, keinen Botschafter und keine Wartezeit, die wir künstlich verlängern. Wer eine Uhr bestellt, bekommt sie, wenn sie fertig ist. Meistens dauert das vierzehn Monate.

Ausstoss
80 Uhren im Jahr, vier Kaliber
Werkstatt
neun Personen, ein Haus
Fertigungstiefe
Platine bis Zeiger, ohne Spirale
Erstes Werk
Kal. H.1, 2009

Drei Uhren, vier Kaliber.

Das vierte Werk liegt noch auf der Zeitwaage. Es gibt keinen Katalog, nur diese Seite.

Halden Eins

Handaufzug
Gehäuse 38,0 mm StahlWerk Kal. H.1Gangreserve 64 hAuflage 26 im Jahr

Das erste Werk des Hauses, seit 2009 unverändert. Zentralsekunde, keine Datumsanzeige, kein Fenster im Boden, das man polieren müsste. Wer sie aufzieht, hört das Sperrrad.

Halden Zwei

Gangreserveanzeige
Gehäuse 39,5 mm WeissgoldWerk Kal. H.2Gangreserve 56 hAuflage 18 im Jahr

Ein Differentialgetriebe zählt mit, was die Feder noch hergibt. Der Sektor bei 12 ist die einzige Zusatzanzeige, die wir je gebaut haben, und wir haben sieben Jahre gebraucht, bis sie klein genug war.

Referenz

Halden Vier

Kleine Sekunde
Gehäuse 37,2 mm PlatinWerk Kal. H.4Gangreserve 72 hAuflage 12 im Jahr

Zwölf Stück im Jahr, weil die Unruh von Hand auspoisiert wird und jedes Werk 21 Tage auf der Zeitwaage liegt. Die kleine Sekunde sitzt dort, wo das Sekundenrad ohnehin steht. Alles andere wäre ein Umweg gewesen.

Zweiundvierzig Tage, ein Werk.

Vom Neusilberblock bis zur letzten Ablesung auf der Zeitwaage. Sieben Schritte, keiner davon abkürzbar.

  1. 01
    Platine

    Neusilber, aus dem Vollen gefräst, gehärtet und geplant.

    Dauer 2 Tage
    Werkzeug Fräsbank
    Prüfmass ± 0,01 mm
  2. 02
    Anglieren

    Jede Kante von Hand auf 45 Grad gebrochen, dann poliert.

    Dauer 6 Tage
    Werkzeug Feile, Peaunerholz
    Prüfmass 45° ± 1°
  3. 03
    Verzahnung

    Räderwerk geschnitten, jede Flanke einzeln unter dem Mikroskop geprüft.

    Dauer 4 Tage
    Werkzeug Wälzfräser
    Prüfmass Modul 0,12
  4. 04
    Schliff

    Streifenschliff auf die Brücken, Perlage auf die Platine.

    Dauer 3 Tage
    Werkzeug Schleifbock
    Prüfmass Raster 0,60 mm
  5. 05
    Erstmontage

    Das Werk wird gefügt, läuft, wird geprüft und wieder vollständig zerlegt.

    Dauer 2 Tage
    Werkzeug Pinzette Nr. 5
    Prüfmass Endschütteln 0,02 mm
  6. 06
    Endmontage

    27 Rubine gesetzt, Unruh eingeschalt, Spirale zentriert und flach gelegt.

    Dauer 4 Tage
    Werkzeug Einpressstock
    Prüfmass Abfall < 0,3 ms
  7. 07
    Regulierung

    Sechs Lagen, drei Wochen, jeden Morgen abgelesen und nachgesetzt.

    Dauer 21 Tage
    Werkzeug Zeitwaage
    Prüfmass −1 / +4 s pro Tag

42 Arbeitstage · rund 210 Stunden je Werk · 80 Werke im Jahr

Vierzehn Monate im Voraus.

Wir nehmen im Jahr so viele Bestellungen an, wie wir Werke bauen. Schreiben Sie uns, welches Kaliber Sie meinen. Wenn wir es nicht bauen können, sagen wir es Ihnen im ersten Satz.

Werkstatt

Besuch nach Voranmeldung
Dienstag bis Donnerstag
Keine Boutique

Adresse

Hofsteigstrasse 4
6867 Schwarzenberg
Vorarlberg